Holger Eckstein: Selbstfindung als Geschäft

Top-Uni, Traumkarriere in der Unternehmensberatung, tolles Apartment in München, wunderschöne Freundin… In Holger Ecksteins Leben lief alles nach Plan, als ihm all das plötzlich nicht mehr reichte und er in eine tiefe Sinnkrise geriet. Zunächst folgte er dem ersten Impuls und stürzte sich in die Arbeit und in den Konsum. Als die innere Leere sich ausweitete, musste er erkennen, dass ein neuer Weg her musste. Er nahm sich eine Auszeit und las, recherchierte und reiste viel. Nach Monaten der aktiven Selbstfindung traf ihn die Selbsterkenntnis auf einem einsamen Strand auf Hawaii. Seitdem ist es seine Berufung, Menschen auf ihrem Weg durch die Transformation zu sich selbst zu begleiten.

Holger Eckstein ist bereits seit 20 Jahren auf dem deutschen Coaching-Markt tätig. Seine Kunden sind Unternehmen, Selbständige und Privatpersonen; seine Schwerpunkte sind Berufung, Selbstverwirklichung, Sinnfindung. Er sieht sich selbst als Begleiter von Menschen aus ihrer Sinnkrise hin zu ihrem besten inneren Zustand („Superstate“). Im Interview mit Digistore24 hat er über seine eigene Sinnkrise und Transformation berichtet und hinter den Vorhang seines Coaching-Geschäftes blicken lassen:

Laut Studien sind 88% alle Deutschen in ihrem Job unzufrieden und geraten früher oder später in eine Sinnkrise.
So erklärt Holger Eckstein die Ursache einer Sinnkrise und darum sieht er die Verantwortung bei der Unternehmenskultur:
  • Die oberflächliche Erklärung einer Sinnkrise:
    „Ein Mensch kommt an die Stelle, an der er sich fragt: “Ist das wirklich die Arbeit, die mich für den Rest meines Lebens erfüllen wird?“ Man verliert den Sinn dessen, was man macht und was früher Erfüllung gebracht hat. Die genauen äußeren Umstände spielen dabei keine Rolle: manche haben eine Karriere aufgebaut, manche das elterliche Unternehmen übernommen – ganz egal. Worauf es ankommt, ist das innere Gefühl, dass es nicht mehr reicht, dass man eigentlich mehr kann oder dass man ganz andere Dinge in die Welt bringen muss.“
  • Die tiefe Erklärung einer Sinnkrise:
    „88% Unzufriedene ist eine fatale Zahl: 88% empfinden keine Freude und Befriedigung an dem, was sie tun. Ich glaube fest daran, dass es nicht immer etwas mit den Inhalten der Aufgaben zu tun hat. Der Hauptgrund liegt viel tiefer. Es ist oft die Unternehmenskultur, die Aspekte wie Menschlichkeit und zwischenmenschliche Beziehungen grob vernachlässigt. Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Coaching zeigen, dass die Menschen massiv unter der Beziehungslosigkeit leiden. Die Menschen werden als Produktivitätsfaktor betrachtet und fühlen sich als austauschbare Rädchen. Den Unternehmen ist Gewinn oft wichtiger als das Wohlergehen der Mitarbeiter. Das spüren die Menschen und das hat drastische Folgen. Genau deswegen fliegen immer mehr Menschen mit Burnout und Sinneskrise aus der Kurve. 
  • Meine persönliche Erfahrung mit Sinnkrise:
    In meiner eigenen Sinneskrise mit 29 Jahren habe ich die Vernachlässigung der zwischenmenschlichen Aspekte als tiefere Ursache nicht sofort erkannt. Damals bin ich jahrelang auf der oberflächlichen Ebene geblieben und den Schlüssel in den Inhalten meiner Arbeit gesucht, anstatt in der Beziehung zu anderen Menschen.“
Selbstfindung als Geschäft: So hat Holger Eckstein seinen Coaching-Salesfunnel gebaut:
  1. „In meinen Funnel gelangen die Interessenten über verschiedene Wege, die aber jeweils immer eine kostenlose und hochwertige Kostprobe meiner Inhalte enthalten: ein Video, ein E-Book, ein Blog Artikel.“
  2. „Alle kostenlosen Inhalte enthalten eine Verlinkung zu meiner Opt-In-Seite. Das ist eine Landingpage mit einem Leadmagneten: um weitere relevante Inhalte zu erhalten, wie etwa einen Selbsttest mit einer knappen Selbstdiagnose, oder eine Video-Serie, geben die Leute ihre E-Mail-Adressen an.“
  3. „Mit dem Eintragen der E-Mail erklären sich die Leute auch einverstanden, meinen Newsletter zu erhalten.“
  4. „Der Newsletter ist mein Hauptvertriebsweg, über den ich meine Live-Webinare verkaufe. Ergänzend zu dem Salesfunnel trete ich bei sehr vielen Kongressen zum Thema Berufung und Selbstfindung als Speaker auf und gebe Interviews, um meine Reichweite zu erhöhen.“
Das ist der größte Interessenkonflikt des Coachings für Selbstfindung und so löst ihn Holger Eckstein:
  • Zielkonflikt:
    „Beim Coaching zu Themen wie Berufung und Selbstfindung muss man viel über die zwischenmenschlichen Beziehungen arbeiten. Dies beinhaltet Formate wie One-on-one Coachings, Veranstaltungen vor Ort oder Live Webinare. Um jedoch skalieren zu können, muss man die Formate automatisieren und digitalisieren. Dabei bleiben die zwischenmenschlichen Beziehungen aber auf der Strecke.“
  • Holger Ecksteins Lösung: 
    „Warum ich auf Live-Webinare setze anstatt auf automatisierte Webinare? Nach meiner langjährigen Erfahrung in der Selbstfindungsbranche gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen diesen beiden Formaten zugunsten der Live-Webinare. Der Grund ist, dass intime Veränderungsprozesse Vertrauen voraussetzen. Dieses Vertrauen kann nur im Rahmen des menschlichen Kontaktes entstehen. Die Leute wollen diese Begegnung spüren.
    Mit Online-Kursen und automatisierten Formaten kann ich das Wissen bedienen und das Know-How vermitteln. Diese Produkte biete ich an, damit die Leute sich effizient auf das Coaching vorbereiten. Jedoch ist die persönliche Transformation das, worauf es wirklich ankommt und das ist nur in einem lebendigen Kontakt möglich.“
Das rät Holger Eckstein jedem Coach, der sein Geschäft im großen Rahmen skalieren möchte:

„Es ist signifikant, die Avatare der Zielgruppen so genau wie möglich zu definieren. Es ist nicht effektiv, eine sehr breite und gesichtslose Masse ansprechen zu wollen. In diesem Fall arbeitet man an den wahren Bedürfnissen seiner Zielgruppe vorbei.“

Diesen Denkfehler hat Holger Eckstein jahrelang gemacht und davor warnt er jeden angehenden Coach:

„Beim Entwickeln meiner Produkte habe ich jahrelang zunächst meine Produkte entwickelt und erst dann nach passenden Zielgruppen gesucht. Schließlich habe ich erkannt, dass man von den Bedürfnissen der Zielgruppe ausgehen muss, um darauf zugeschnittene Lösungen anzubieten. Aus der Kenntnis der Schmerzpunkte und der Wünsche der Zielgruppe ergibt sich ganz natürlich eine Customer Journey. Dieses unternehmerische Denken setzt Empathie voraus. Doch ich empfehle es, einen Schritt weiter zu gehen: Gelebte Berufung bedeutet gelebte Liebe für deine Kunden. Das klingt poetisch, aber es entspricht der Realität des Geschäftslebens. Die Kunden sollen fühlen, dass du für sie da bist, ihre Probleme genau verstehst und bemüht bist, ihnen zu helfen. Genau dann werden sie loyal sein und deine Produkte kaufen.“

Holger Eckstein verzichtet ganz bewusst auf Branding und Positionierung.
Doch wie gleicht er diesen Verzicht aus?
  • Mein Beratungsansatz ist Tiefentransformation und nicht nur ein bisschen Coaching und Wissensvermittlung. Doch selbst die Tiefentransformation ist nur Mittel zum Zweck. Das, worum es mir geht, ist mein Gefühl von einer tiefen Erfüllung. Dies resultiert aus der Gewissheit, einem Menschen aus seiner Krise herausgeholfen zu haben. Den Kern des Erfolgs in meinem Geschäft sehe ich im Erfolg in der zwischenmenschlichen Beziehung zu meinen Kunden. Wenn da eine Verbindung geknüpft ist, ist man nicht mehr austauschbar.“
  • „Die Bedeutung der Gefühle gilt auch für andere Unternehmen außerhalb der Coaching-Branche. Beispiel Apple: Apple ist ein Gefühl, in das ich eintauche und das mich an die Marke bindet. Dieses Phänomen wird von den meisten Unternehmen unterschätzt.“
  • „Dieses Gefühl von Verbundenheit kannst du nur vermitteln, wenn du authentisch bist. Und erst dann bauen Menschen eine Beziehung zu dir auf. Reductio ad absurdum: Ich brauche gar keine Positionierungsstrategie, sondern ich muss ich selbst sein als Coach und das reicht.“

Die Stationen von Holger Eckstein auf seiner Transformation:

  • 17 Jahre  –  Abitur
  • 21 Jahre  –  Auslandsaufenthalt (zwei Jahre in Marokko)
  • 26 Jahre  –  Diplom-Kaufmann
  • 29 Jahre  –  Erfolgreicher Unternehmensberater; überraschende Sinnkrise
  • 34 Jahre  –  Ausstieg aus einer steilen Karriere in die Selbständigkeit als Coach, Berater und Trainer
  • 35 Jahre  –  Erster „Superstate“-Moment einer tiefen Selbsterkenntnis auf einem einsamen Strand auf Hawaii
  • 45 Jahre  –  Gründung des Online-Businesses zum Thema Sinn und Berufung
  • 53 Jahre  –  Erfolgreicher Autor, Speaker, Coach für Selbstverwirklichung und persönliche Integrität

Holger Ecksteins Lieblingsfunktionen bei Digistore24:

AUTOMATISCHE BUCHHALTUNG
„Buchhaltung klingt zunächst wie keine große Sache – aber nur, wenn man sich nicht selbst darum kümmern muss. Digistore24 erledigt diese unliebsamen Aufgaben und sorgt dafür, dass die Buchhaltung für mich eine Lösung ist und nicht ein Problem.“

AUTOMATISCHES MAHNMANAGEMENT
„Auf einer spirituellen Ebene ist es essentiell, dass die Energie in beide Richtungen fließt. Die Menschen sind nun Mal so geschaffen, dass sie nur die Dinge wertschätzen und ausschöpfen, die sie Ressourcen gekostet haben. Dabei haben monetäre Ressourcen eine sehr starke Energie. Aus diesem Grund sehe ich pünktliche Zahlungen als etwas, was sowohl für mich als auch für meine Kunden Wert hat. Mit Digistore24 habe ich die Gewissheit, dass automatische Algorithmen pünktliche Zahlungen veranlassen und gewährleisten.

INDIVIDUALISIERUNG DER VERSANDKOSTEN
„Als Einsteig in meinen Salesfunnel biete ich gern kostenlose Bücher an und berechne nur den Versand. Digistore24 bietet mir die Möglichkeit, den Versandpreis als solchen auszuweisen und je nach Zielland zu differenzieren. Das entspricht meinen Werten, maximal transparent meinen Kunden gegenüber zu sein
.“

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