Top 5 Takeaways vom US-Event des Jahres: Traffic & Conversion Summit 2019

Stell dir vor, du kannst zum ultimativen Gipfeltreffen der Internet-Marketer und bekommst von den US-Stars der Branche das Wissen von morgen serviert! Der Haken dabei ist: Du musst eine saftige Stange $$$ zahlen, über den großen Teich fliegen und gejetlagt drei Tage auf der Konferenz verbringen… Wer von uns hat denn bitte so viel Zeit!? Nun, ich habe mir diese Zeit genommen und war unterwegs auf dem Traffic & Conversion Summit in San Diego, Kalifornien 😉 …für DICH. Genieße die Highlights des Events des Jahres in aller Ruhe mit einer Tasse Tee und erspare dir den Stress mit dem Jetlag!

Willkommen in der neuen Kolumne “Coffee Stop” – der neue Lesestoff für deine Kaffeepausen!

Hier findest du nun die spannendsten Themen der Internet-Branche. Heute bist du zu Gast bei mir, Polina Katrikh, Senior Editor bei Digistore24. Du kennst mich hoffentlich bereits, wenn du eine meiner Case Studies oder Feature-Artikel gelesen hast – und zwar bis zum Ende. Warum bis zum Ende, warum bin ich so streng? Na, mach doch mal und du wirst schon sehen!

…mit meinem Mac unterm Arm war ich für dich auf dem Traffic & Conversion Summit in San Diego, Kalifornien, unterwegs, um dir das neueste Wissen der US Internet-Branche direkt nach Hause oder in dein Office zu liefern. Wie komme ich dazu? Ich wohne einfach dort seit fünf wundervollen Jahren und konnte mir (und dir) DAS Event des Jahres nicht entgehen lassen. Ich habe gewissenhaft in allen wichtigen Talks mitgehört, mitgeschrieben und mitgegrölt… Moment – mitgegrölt? Jawohl – mitgegrölt. Und hier kommt auch schon das Takeaway #1:

Takeaway #1: Sprichst du vor Publikum – sei ein Rockstar und lass’ dich feiern!

Bildquelle: www.trafficandconversionsummit.com

Vortrag oder Rock-Konzert?

Die Talks auf US-Konferenzen erinnern an Rock-Konzerte. Sicher, es geht darum, Wissen zu vermitteln. Doch wir nehmen Informationen am besten auf, wenn diese uns etwas bedeuten. Emotionen pflastern den direkten Weg zu einer starken Verbundenheit zum Thema und zum Redner. Über die Wichtigkeit der emotionalen Komponente in Online-Marketing wurde in jedem Vortrag gesprochen. Dabei leben die US-Marketer das, was sie predigen: Sie sprechen Menschen über Emotionen an. Die Talks auf dem T&C Summit waren laut, provokant, unterhaltend, teilweise zum Schreien lustig oder zum Nachdenken kontrovers und dadurch immer sehr emotional. Die Redner präsentierten sich wie Superstars: Mit Party-Musik, mit akustischen und visuellen Spezialeffekten, traten auf wie Komiker und triggerten um die Wette die Emotionen der Zuschauen. Von Schock über Lachen bis hin zu überraschenden Aha-Erlebnissen war alles dabei.

Bringe dein Publikum zum Lachen, aber ohne dich selbst zur Lachnummer zu machen

Das Zauberwort heisst “Angemessenheit”. Du willst dich schließlich als Experte positionieren und nicht als der neue Comedian. Es bringt dich auch sicher nicht weiter, auf Teufel komm raus jeden Vortrag in ein Rockkonzert verwandeln zu wollen. Jedoch perfekt dosierter Humor, Charisma, passende Musik und Spezialeffekte werden deinen Vorträgen Würze verleihen und du bleibst sicher in Erinnerung.

Takeaway #2: Zwei Dinge werden sich in Online-Marketing nie ändern

Was die Zukunft auch bringen mag, Online-Unternehmen werden immer Traffic generieren müssen und diesen Traffic in Einnahmen konvertieren wollen. Wenn du es also in dieser Branche ernst meinst, stelle Traffic und Conversion stets in den Mittelpunkt deiner Marketingstrategie.

Takeaway #3: Es ist gut, besser zu sein, aber es ist besser, anders zu sein

Die USA ist ganz von dem Trend der Personal Brand erfasst. Willst du deine Zielgruppe faszinieren? Ihre Aufmerksamkeit auf deine Produkte ziehen und halten? Dann sei DU SELBST und verkaufe über deine Personal Brand.

Quelle: Theodor Seuss Geisel (Dr. Seuss), Autor von Kult-Büchern “Der Lorax” und  “Der Grinch”

Sally Hogshead gilt in den USA als die Königin der Faszination und des Personal Brandings: Sie ist Expertin dafür, was die Faszination von Marken von Personen ausmacht. Sie behauptet, dass uns an anderen Menschen nichts mehr fasziniert, als ihre Andersartigkeit und damit ihre Besonderheit. Wenn du also eine Personal Brand aufbauen willst, fokussiere dich auf deine Kerneigenschaften, die dich von anderen unterscheiden. Doch wo setzt du an, um festzustellen, was dich anders macht? Sally Hogshead hat einen Persönlichkeitstest entwickelt, der es dir einfacher macht herauszufinden, wie du andere Menschen faszinierst.

Takeaway #4: Würze deine Story mit persönlichen Erlebnissen

Die Redner auf dem T&C Summit schreckten für eine gute Story vor nichts zurück! Während ich selbst peinlich berührt mein feuerrotes Gesicht hinter meinem Notizblock versteckte, haben die Menschen um mich herum gespannt der mit intimen Details des Privatlebens der Redner gelauscht.

Persönliche Erlebnisse in Vorträgen greifen die beiden anderen bereits erwähnten Trends auf: Nämlich sich selbst als Marke zu verkaufen und eine persönliche Beziehung zu seiner Zielgruppe durch Emotionen aufzubauen. Die Geschichten der Redner enthielten oft eine schockierende oder sensationelle Komponente, um Aufmerksamkeit zu wecken und Faszination zu erzeugen.

Wenn es dich jetzt nach saftigen Details und Klatsch und Tratsch dürstet… dann werde ich dich nicht enttäuschen 😉 Hier sind einige skan-da-lö-se Beispiele von der Konferenz, wie man seine persönliche Geschichte für seinen Vortrag, seine Texte oder sein Business (aus)nutzen kann.

Exhibitionisten im New Yorker slum & fiese Bullies

Linda Belgray, Kult-Blog Autorin und erfolgreiche Texterin mit einem Stundensatz von bis zu 1.500 $, stieg in ihren Vortrag ein mit einer Geschichte über ihre schwere Kindheit im New Yorker Slum ein. Sie erwähnte Drogendealer und Exhibitionisten, denen sie auf dem Schulweg begegnete. Diese erschreckten sie jedoch nicht so sehr, wie eine Gewisse Sarah Fishbone, die sich über den Schreibstil der kleinen Linda Belgray vor der ganzen Klasse lustig gemacht hatte. “Suck it, Fishbone!”, rief Linda Belgray – “I make 1.500 $ per hour now!”. Das Publikum lachte und freute sich mit für die kleine Linda Belgray, die es dem Bully Sarah Fishbone gezeigt hat!

Private Fotos in einer Präsentation...?

Justin Rondeau, Marketing Director einer der US-weit einflussreichsten Agenturen DigitalMarketer, leitete seinen Talk mit einem süßen Foto seiner kleinen Tochter ein. Dieses Foto hätte rein gar nichts mit seinem Vortragsthema zu tun, räumte Justin Rondeau gleich zu Beginn ein und forderte die Zuhörer auf, sich einfach nur an dem Foto zu erfreuen. “What the heck”, stand in den Gesichtern um mich herum geschrieben, die jedoch größtenteils beim Anblick des Mädchens sanft schmunzelten. “Wenn der Vortrag doof ist, werdet ihr wenigstens das süße Baby-Foto in Erinnerung behalten” – erklärte der erfolgreiche Online Marketer.

Von Mönch zum YouTube-Star

Jay Shatty, Preisgekrönter Moderator, Storyteller und Filmemacher, erzählte wie er als 18-jähriger für drei Jahre nach Indien gegangen ist und dort als Mönch gelebt habt. Das Besondere dabei: Dieser Mann spricht nicht metaphorisch, wenn er sagt, er hätte als Mönch gelebt, sondern ganz und gar buchstäblich. Er lebte drei Jahre in einem Kloster und wollte einfach ein stilles, schlichtes und erleuchtetes Leben führen. Nach drei Jahren hatte er jedoch genug und beschloss stattdessen YouTuber zu werden. Zwei Millionen Abonnenten fanden diese Story faszinierend.

Vom Autodieb zum Software-Unternehmer

Dan Martell, Gründer und Geschäftsführer der SAAS Academy, die Software-Unternehmer berät, hatte ebenfalls einen skandalösen Einstieg in seinem Vortrag gewählt. Nach eigenen Angaben hat er als 17-jähriger betrunken ein Auto geklaut und sich eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Aufgewacht ist er nach diesem Abenteuer in einer Gefängniszelle, in der er die nächsten sechs Monate verbrachte. Diese Erfahrung beschreibt er als “transformational”, die ihn zur Einsicht über seine “anger issues” geführt hat. Als er endlich freie Luft geatmet hat, entschuldigte er sich bei allen, die er mit seinem Verhalten unter Alkoholeinfluss verletzt hatte und erklärte Coding zu seiner neuen Sucht. Diese wurde zur Kernsantriebskraft auf seinem Weg als Software-Unternehmer.

Takeaway #5: Es gibt nichts, was außerhalb deiner Liga liegt!

Als Unternehmer und als Menschen haben wir die Fähigkeit, jedes Problem oder jede Schwierigkeit zu lösen, mit der wir konfrontiert sind! (Behauptet der Wirtschaftsmagnat und Philanthrop Richard Branson, der sich selbst die Mission auferlegt hat, die Welt zu retten und dafür den Löwenanteil seines Vermögens und seiner Zeit einsetzt.)

Erkenntnisse, die inspirieren und beflügeln:

  • Viele unserer Grenzen existieren nur in unseren Köpfen und basieren auf negativen Glaubenssätzen. Mit einem guten Coach kannst du diese aufspüren und in positive Glaubenssätze umwandeln.
  • Amerikanische Mentalität unterscheidet sich von der typisch europäischen Mentalität darin, dass amerikanische Unternehmer viel weniger Scheu vor Misserfolgen haben. Sie betrachten Flops als Bestandteile der natürlichen Phase des Lernprozesses.
Quelle: www.mymodernmet.com

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…doch das ist natürlich längst nicht alles, was der Traffic & Conversion Summit zu bieten hatte. Falls du auf MEHR gehofft hast und nach konkreten Anleitungen für mehr Conversion gierst – schaue demnächst auf eine virtuelle Tasse Tee vorbei. Bald werde ich noch mehr Business-Hacks der US-Marketer mit dir teilen und über diese Themen berichten:

  • Wie Online-Marketing-Superstars mit ihren Newslettern die Posteingänge ihrer Kunden rocken
  • Die Signature-Tricks der YouTube-Giganten für unschlagbare YouTube-Ads
  • Die besten Marketing-Tools, die deine Freelancer ersetzen werden
  • …und vieles mehr, was ich von dem Internet-Marketing Event des Jahres mitgenommen habe und in meinem Mac horte!

***

>> P.S.: Schreibe mir ein Kommentar, wenn meine Takeaways für dich nützlich und spannend waren! Wenn du beim Lesen gegähnt hast, schreibe mir trotzdem und sage mir, welche Themen dich mehr interessieren 😉

Cheers,
Polina

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8 Comments

  1. Klaus Henopp 30. April 2019 at 13:34

    Sehr interessant, nur stelle ich mir die Frage, was von der amerikanischen Mentalität auf die deutsche Mentalität davon angewendet kann. Der Deutsche User/Verbraucher tickt ganz anders als die Amerikaner.

    Antworten
    1. Polina Katrikh 1. Mai 2019 at 0:17

      Danke für Dein Feedback und auch für den berechtigten Einwand.
      In der Online-Marketing-Branche kommen alle Trends, Tools und Neuheiten tatsächlich aus den USA und wandern mittlerweile immer schneller über die ganze Welt. Klar, in den USA ist alles lauter, bunter, direkter und extremer. Die Takeaways aus dem Artikel sind jedoch mentalitätsübergreifende Trends:
      – Wenn Du Events wie die Contra oder das Marketingfest besuchst, wirst Du feststellen, dass diese mehr einem Festival ähneln als einer konservativen Businesskonferenz.
      – Traffic und Conversion sind überall auf der Welt die Dinge, die Online-Marketing befeuern, nicht bloß im Amiland.
      – Sich von der Konkurrenz abzuheben ist generell ein gute Strategie – das Neue am US-Ansatz ist die wissenschaftliche Herangehensweise und die Untersuchung des Phänomens (Marken-)faszination.
      – Persönliche Aspekte in das Branding und/ oder Vorträge einfließen zu lassen ist auch mittlerweile in Deutschland angekommen, auch wenn es noch keine große Verbreitung erfahren hat.
      – Auch die Philosophie, positive Glaubenssätze zu praktizieren und ins persönliche Wachstum zu investieren ist in Deutschland nicht fremd… hoffe ich 🙂

      Ansonsten verweise ich direkt beim ersten Takeaway darauf, das Barometer für Angemessenheit anzuschalten und die Tipps mit dem Blick auf die eigene Zielgruppe umzusetzen 😉

      P.S.: Mit den Branchentrends verhält es sich wie mit Modetrends – wenn diese bei der breiten Masse angekommen sind, haben die Trendsetter bereits abgesahnt und sind bereits beim übernächsten Trend 😉

      Antworten
  2. Andreas 30. April 2019 at 12:16

    Danke für die Einblicke zum Traffic & Conversion Summit 2019. Ich freu mich auf weitere News und Berichte von Euch. Beste Grüße Andreas

    Antworten
    1. Polina Katrikh 1. Mai 2019 at 0:20

      Lieber Andreas,
      danke Dir – positives Feedback inspiriert mich sehr, weiterzumachen 🙂

      Sonnigen Gruß,
      Polina

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  3. gerd 30. April 2019 at 11:28

    Das Erlebnissbuffet ist eröffnet. Lachen und Entertainment wird als besondere Zutat serviert.
    Danke Polina für den klasse Beitrag mit super Mehrwert und den tollen bildhaften Beispielen. Die Lust noch mehr über Personal Brand zu erfahren steigt mit jeder Zeile. Na klar sind wir jetzt alle gespannt auf Deinen nächsten Coffee Stop Beitrag.
    Und damit es zwischendurch nicht langweilig wird empfehle ich die gute Stimmung mit dem ansehen einiger bekloppter Loopyball Videos zu garnieren – zu finden auf bubble-soccer.com ( lustigste Sportart der Welt laut Kölner Stadtanzeiger)

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    1. Polina Katrikh 1. Mai 2019 at 0:23

      Danke lieber Gerd,
      bubble-blubb.

      Antworten
  4. Uwe Pöhner 30. April 2019 at 10:36

    Bei Digistore24 und einem Senior Editor hätte ich erwartet, dass ich diesen Artikel auch in meinem Standard Browser Firefox lesen kann – das wirkt für mich leider nicht professionell, da ich keinen Browser Test mach : ( Der Artikel selbst war sehr gut – gerne mehr davon (im Firefox ; )

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    1. Polina Katrikh 1. Mai 2019 at 0:25

      Lieber Uwe, danke für Dein Feedback und für den Hinweis. Wir haben den Artikel im Firefox-Browser aufgerufen und alles wird einwandfrei angezeigt. Kannst Du bitte das Problem genauer beschreiben? Unser Tech-Team wird sich dann darum kümmern.

      Antworten

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